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  English Immersion, was ist das eigentlich?

Diese Worte sind derzeit in aller Munde in Laage und besonders viele zukünftige Erstklässler und deren Eltern haben versucht, eine Antwort auf diese Frage zu finden. Zum Schuljahr 2010/2011 starten zwei Englisch Immersionsklassen am RecknitzCampus.
Hier nun ein kleiner Bericht, der versuchen soll, einige Details zu veranschaulichen.

Ich hatte die Gelegenheit ein sehr vielfältiges Immersionsprogramm in Charlotte, North Carolina, an der Smith Academy of International Languages zu erleben. Hier auf dem amerikanischen Kontinent ist das Prinzip der Immersion nämlich geboren; in den 60ern in Kanada als Englisch und Französisch gleichermaßen beherrscht werden sollten und seit den 80ern wird in den USA auch verstärkt nachgefragt, Immersionsprogramme in Grundschulen zu etablieren.

Ich erfuhr und erlebte, dass an der Smith Academy of International Languages die Grundschüler verschiedene Fremdsprachen (Französisch, Deutsch, Spanisch, Japanisch und Mandarin) von ihrem ersten Schultag an lernen und dabei eine Menge Spaß haben. So werden beispielsweise einzelne Sätze oder Wörter nicht als sprachliche Erscheinung im Unterricht behandelt, sondern einfach in sinnvollen Situationen benutzt. Das erfordert von den Lehrkräften ein ganz feines Gespür für die verwendete Sprache. Die Fremdsprache ist sozusagen das Werkzeug, mit dem der jeweilige Unterrichtsinhalt „bearbeitet“ wird. Dabei ist man als Schüler ziemlich aktiv. Es gilt viele unterschiedliche Anwendungen der Wörter zu erleben. Sie können zunächst in gehörter Form

   
 
   
     
   
   
 
   

einzelnen Bildern zugeordnet werden, dabei stellen die Lerner die Wörter auch mit ihrem ganzen Körper dar. Das wird mächtig geschäftig, wenn eine Klasse wie ein Auto durch den Raum fährt, mal langsam, mal schnell und nicht zu vergessen: an der roten Ampel wird gehalten.

Es wird nicht einfach nur nachgesprochen, sondern in der Fremdsprache gehandelt. Durch zahlreiche Wiederholungen sprachlicher Handlungen prägen sich die Strukturen ein und sind einfacher aus unserem Gehirn abrufbar als die berühmte und wenig geliebte Vokabelliste. Eine entsprechende Demonstration unterstützt neben Mimik und Gestik das Verstehen. Vertraute Übungsformen geben den Lernern Sicherheit. Der Unterricht läuft in bestimmten Routinen, die Schüler gewinnen Vertrautheit und meistern erfolgreich fremdsprachliche Situationen. Es war für mich sehr spannend zu erleben, wie motiviert die kleinen amerikanischen Schüler in der Fremdsprache, in meinem Fall auf Deutsch, agierten.

Das werden wir im nächsten Schuljahr im Mathe- und Sachunterricht durchführen.
Ich freue mich darauf, dabei zu sein.

Susanne Graichen

 

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